John Lewis ist der Urheber des Zitats „Wenn du etwas siehst, das nicht richtig, nicht fair, nicht gerecht ist, musst du deine Stimme erheben. Du musst etwas sagen; du musst etwas tun“. Er war US-amerikanischer Bürgerrechtler und Politiker, geboren 1940, in einer Zeit, als in Amerika in Bussen und Restaurants noch Rassentrennung herrschte. Gemäß seinem Grundsatz „speak up, say something, do something“ setzte er sich sein Leben lang für Bürgerrechte ein, für Demokratie und Verfassung, und für Good Trouble: die moralische Pflicht, notwendigen, aber friedlichen Ärger zu machen, um Ungerechtigkeit zu bekämpfen.
„Speak up, say something, do something“ ist der Leitsatz, der macrodiary prägt. Hier geht es um Standpunkt, um Meinung, um Fakten. Standpunkte und Meinungen können nicht hinsichtlich absoluter Richtigkeit gemessen werden. Aus diesem Grunde ist es so wichtig, Fakten zu kennen, sich eine Meinung zu bilden, Standpunkte argumentieren, und sie zu vertreten. Basierend auf gleichen Fakten ist es natürlich möglich, unterschiedliche Meinungen zu haben. Und macrodiary steht für eine Meinung.
Lassen sich alle Beiträge auf macrodiary ganz konkret dem Leitsatz unterordnen? Nein, aber trotzdem dienen alle Beiträge in ihrer Gesamtheit diesem Ziel. Ob Meinung, Analyse, Satire, oder mehr – das große Ganze macht das Bild. Das spiegelt sich auch im Namen macrodiary wieder: ein Tagebuch, das alle Themen, Ereignisse und Gedanken beinhalten kann.
macrodiary möchte entsprechend dem Kernsatz der Philosophie „speak up, say something, do something“ leben. Daraus ergibt sich auch die Verantwortung, diese Werte zu achten, und sie nicht missbräuchlich zu verwenden. Vielleicht erscheinen manche Themen auf macrodiary zu klein, zu unwichtig, wenn sie im Lichte des Wirkens von John Lewis gesehen werden. Aber am Ende ist nichts zu klein und zu unwichtig, wenn es verbessert werden kann.
Es verbessert werden muss.



